Mittlerweilen gibt es sehr gut gedämmte Gebäude die den Minergie-P Standard erfüllen und mit hochwertiger Technik ausgestattet sind.
Hochwetige Technik in einem Gebäude heisst noch lange nicht eine gute Energie-Kosten Bilanz. Die Realität zeigt immer wieder, dass zwar die einzelnen Komponenten sehr hochwertig und ausgeklügelt sind, sie aber nicht oder sehr schwer mit anderen Geräten in Einklang gebracht werden können. Dabei sollte die Regeltechnik Abhilfe schaffen. Was aber meist als Hilfe und Erleichterung für den Benutzer verkauft wird erweist sich als problematisch in der Handhabung.
Ein kleines Beispiel zur Erklärung.....
Sie sitzen an ihrem Arbeitsplatz in einem Nullenergiegebäude. Von draussen brennt die Sonne auf ihren Schreibtisch, sie können sich nicht konzentrieren da sie die Augen zu kneifen müssen um in ihrem Bildschrim etwas erkennen zu können.
Der Regeler sieht vor, dass in sonnigen Wintermonaten die Storen oben bleiben damit ein maximaler Wäremegewinn möglich ist. Nun übersteuren sie mittels Handbetrieb den Regler und lassen die Storen runter da sie so nicht arbeiten können. Sie verlassen ihr Büro für drei Stunden da sie ein Meeting haben, vergessen aber die Storen wieder rauf zu lassen. Da sie die Storen übersteuert haben beginnt die Wärmepumpe an zu arbeiten, da sich die Raumtemperatur wegen fehlender Sonneeinstrahlung absenkt. Sie kommen nach 3 Stunden wieder zurück. Es ist Abend sie lassen die Storen hoch und verlassen das Büro. An diesem sonnigen Tag wurde die Speichermasse, in dem Falle in Form von einem UB, nicht aktiviert. Das heisst die Heizung beginnt am morgen etwas früher zu arbeiten, da sie ja nicht bei Minustemperaturen arbeiten wollen.
Was ich mit diesem kleinen Beispiel sagen möchte ist, dass die beste Regeltechnik immer in Verbindung mit dem Benutzerverhalten steht. Bei grossen Gebäuden erfordert die Regulierung auch ein sehr grossen Aufwand und Geduld und auch ein Apell an die Benutzer.
Was wäre ein optimale Haustechniksteuerung?
Ich denke eine optimale Haustechniksteuerung wäre eine die alle Parameter beachtet. Das bedeutet es gibt nicht nur ein Fühler für die Aussentemperatur und die Innenteperatur sondern es werden elektronische Geräte wie Computer, Fernseher, Backofen, Kühlschrank, Leuchtkörper, Ladegeräte usw. sowie die Anzahl der im Raum befindlichen Personen und deren Abwärme beachtet. Der Regler regelt dann auch den Luftstrom der Comfortlüftung je nach Bedarf der eingegebenen Parameter. Ebenfalls wird der aktuelle Wetterbericht in die Steuerung mit einbezogen, damit eine maximale Ausbeute statfinden kann. Ich denke dazu müsste man eine ganzheitliche Haustechniklösung konzipieren, dass heisst alle Produkte müssen die selbe Schnittstelle aufweisen um mit einer komplexen Haustechniksoftware kommunizieren zu können.
Ich denke in Zukunft wird dies immer mehr kommen, es werden sich Produkte etablieren die einfach und auch für Leien zu bedienen sind und welche gleichzeitig ein Höchstmass an Effizienz besitzen.
Michael Bühlmann/ 15.4.2009
Mittwoch, 15. April 2009
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